Referatstipp: Wilde Stadt

Tierischen Nachbarn auf der Spur

In Großstädten trifft man längst nicht mehr nur im Zoo auf Wildtiere. In den letzten Jahren haben sich immer mehr wilde Vierbeiner und Vögel im urbanen Raum angesiedelt und gelernt, sich im Asphaltdschungel heimisch zu fühlen. In der April-Ausgabe beleuchtet das TOPIC in der  Themenstrecke „Wilde Stadt“ dieses animalische Phänomen von verschiedenen Blickwinkeln. Vielleicht inspiriert dich das ja zu einem tierisch spannenden Referat.

Diese Turmfalkenküken können es kaum erwarten, den saftigen Heuschreck von Mama in den Schnabel zu bekommen. In der Versorgungsheimkirche im 13. Wiener Bezirk haben die Kleinen ein sonniges Kinderzimmer.
Diese Turmfalkenküken können es kaum erwarten, den saftigen Heuschreck von Mama in den Schnabel zu bekommen. In der Versorgungsheimkirche im 13. Wiener Bezirk haben die Kleinen ein sonniges Kinderzimmer. Foto: Wiener Wildnis

Das Projekt „StadtWildTiere“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, wo Wildtiere in Österreichs Städten leben und wie viele es sind. Wildtierexpertin Janette Siebert sammelt dafür mit ihren Kolleginnen und Kollegen Daten über die Tiere und ist dabei auch auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen. Wenn etwa jemand aus Graz beobachtet, dass in seiner Nachbarschaft ein Siebenschläfer seine Kreise zieht, dann kann er auf die Internetseite des Projekts gehen und dort den Tiernamen und den Beobachtungsort eintragen. Damit wird die Datenbank immer größer und das Team von „StadtWildTiere“ bekommt einen genauen Überblick über den Wildtier-Bestand in den heimischen Städten. Das Projekt gibt es übrigens auch in Deutschland und in der Schweiz, denn auch hier haben sich Wildtiere in Städten angesiedelt.

Mehr zum Projekt „StadtWildTiere“ erfährst du unter www.stadtwildtiere.at: Hier kannst du auch selber zum tierischen Beobachter werden und deine Erkundungen eintragen.
Mehr zum Umgang mit den tierischen Städtern erfährst du in diesem ZDF-Beitrag des Entdeckermagazins „Pur+“ mit Eric Mayer.

Foto: Martin Prochazkacz/Shutterstock.com

Keine Bestie, aber auch kein Kuscheltier

Um den Wolf ranken sich viele Legenden: In Märchen wird der „Isegrim“ meistens als blutrünstiger Bösewicht dargestellt, der den Menschen nach dem Leben trachtet. Dabei meiden Wölfe in der Regel den Kontakt mit Menschen. Es kommt aber immer wieder dazu, dass sich die Tiere in die Nähe von menschlichen Siedlungsgebieten wagen: Meistens ist es der Hunger, der sie anlockt. Wenn die Menschen nun anfangen, die Wölfe zu füttern, dann lernen sie zu betteln und verlieren ihre natürliche Scheu, auf Abstand zu gehen. Für den Wolf „Kurti“, der 2016 in Niedersachsen (Deutschland) unterwegs war, endete diese Zutraulichkeit mit dem Tod. Weil er sich den Menschen immer weiter näherte und letztlich auch einen Hund angriff, musste er aus Sicherheitsgründen erschossen werden. Die Expertinnen und Experten des WWF betonen deshalb, dass aktiver Artenschutz auch bedeuten kann, auf Abstand zu gehen. Wölfe sind nun einmal keine Kuscheltiere, aber sie sind auch keine Bestien: Sie sind wilde Tiere, denen man mit Respekt begegnen sollte.

Interessanten Stoff für ein Referat über Wölfe oder andere Wildtiere findest du beim WWF.
Mehr über das Leben der Wölfe erfährst du in diesem Video des WDR.

Foto: Martin Dvoracek/Shutterstock.com

Ruhe und Rehe

Der Wiener Zentralfriedhof ist fast wie eine eigene kleine Welt. Auf einer Fläche von 2,5 Quadratkilometern finden sich hier rund 300.000 Grabstellen, die von unzähligen Bäumen umgeben sind. Die letzte Ruhestätte unzähliger Menschen ist aber auch ein sehr lebendiger Ort: Hier tummeln sich nämlich nicht nur die Besucherinnen und Besucher der Gräber, sondern auch unzählige Tiere: Rehe, Füchse, Igel, Spechte, Feldhamster, Eichhörnchen und Falken fühlen sich am Zentralfriedhof pudelwohl.

Mehr zu den tierischen Friedhofsbewohnern erfährst du in diesem Textbeitrag der Stadt Wien.

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