Tierischen Anrainern auf der Spur

Du träumst davon, Tierforscher zu werden, willst dafür aber nicht gleich in den Dschungel ziehen? Kein Problem: Auch bei dir ums Eck kann es animalisch zugehen. Auf den Homepages „StadtWildTiere“ und „Wilde Nachbarn“ erfährst du mehr dazu.

Foto: Sergey Zaykov / Shutterstock

Dackel Poldi wackelt an der Leine von Frau Aichinger zum Gassiplatz, macht sein Häufchen und zieht wieder heimwärts. Na ja, wirklich spannend ist diese Tierbeobachtung nicht – und deshalb hat sie auch nichts auf StadtWildTiere verloren. Hier geben nämlich keine Schoßhündchen wie Poldi den Ton an, sondern Tiere, die eine Leine noch nie aus der Nähe gesehen haben. Seit dem Jahr 2015 widmet sich die Initiative „StadtWildTiere“ der Erforschung von Wildtieren in der Stadt.

Und davon gibt es offenbar genug: Im Buch „Stadtfauna” ist von 600 bekannten Tierarten die Rede, die im urbanen Siedlungsraum gesichtet wurden. Füchse und Waschbären, Rehe und Wildschweine, Maulwürfe und Igel, Feldhasen und Wildkaninchen streunen also nicht nur durch Wälder und über Felder, sondern fühlen sich auch in Straßen, Gassen und Hinterhöfen wohl. Darüber hinaus flattern, hüpfen und kriechen auch Vögel, Reptilien und Amphibien durch den Großstadtdschungel: Man muss nur die Augen ganz genau aufmachen – und natürlich auch ein wenig Beobachter-Glück haben.

Ein Auge auf die Tiere werfen

Viele Wildtiere sind nämlich nachtaktiv und menschenscheu. Kein Wunder: Schlechte Erfahrungen mit uns Zweibeinern dürften sich auch in der Tierwelt herumgesprochen haben. Das Projekt „StadtWildTiere“ setzt sich sich deshalb für ein besseres Miteinander zwischen Mensch und Tier ein. Denn nur was man kennt, will man auch schützen. Und schützen kann man wiederum nur jene Tiere, von deren Existenz man weiß.

Und hier könntest auch du ins Spiel kommen: HIER können ambitionierte Tierbeobachter nämlich Fotos ihrer animalischen Beobachtungen hochladen. Gefragt sind darüber hinaus auch Aufnahmen von tierischen Spuren oder wilden Behausungen. Um Bilder hochzuladen, musst du dich nur auf der Homepage registrieren. Auch per App ist das Wildtierforschen möglich. Dann hast du auch die Möglichkeit, Fotos von anderen Tierbeobachtungen anzuschauen und zu bewerten. Doch nicht nur städtische Tierforscher sind gefragt: Das Schwesternprojekt „Wilde Nachbarn“ konzentriert sich auf den ländlichen Raum, wo es natürlich auch kreucht und fleucht wie verrückt. Oder anders gesagt: Vor deiner Tür liegt ein natürlicher Zoo, du musst ihn nur entdecken.

Was heißt ...?

Initiative: Interessensvereinigung
urban: (groß)städtisch
ambitioniert: ehrgeizig, eifrig

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