Referatstipp: Müllberge

Der Umwelt zuliebe mit dem Müll aufräumen

Jede Österreicherin und jeder Österreicher produziert im Jahr 42 Kilo Plastikmüll. Wenn man sich vorstellt, dass auf der Welt knapp sieben Milliarden Menschen leben, dann türmt sich da vor unseren Augen ein gigantischer Plastikberg auf. Schrecklich, oder?Die Jänner-Ausgabe des TOPIC nimmt in einer ausführlichen Themenstrecke die Auswirkungen dieser Müll-Lawine unter die Lupe. Und zeigt auf, wie jede und jeder Einzelne von uns den Berg ein wenig kleiner machen kann. Für dich ist da sicher auch Stoff für spannende Referate dabei.

Foto: Jürgen Fälchle/adobe.stock.com

Plastik pflastert unseren Weg. Beim Gang durch den Supermarkt findet man kaum ein Lebensmittel, das nicht damit eingepackt ist. Aber das ist noch lange nicht alles: Zahnbürsten, CDs, Spielsachen, Computergehäuse, Auto- und Flugzeugteile sind auch aus dem Stoff, der umweltschädliche Spuren hinterlässt. Denn irgendwo muss der Plastikmüll ja auch wieder entsorgt werden. Große Teile des gigantischen Müllbergs landen im Meer: An einer Stelle im Pazifischen Ozean hat sich etwa das „Great Pacific Garbage Patch“ gebildet. Auf einer Fläche von 1,6 Millionen Quadratkilometern tümpelt da unser Müll herum und schädigt dauerhaft die Unterwasser-Welt. Bis eine Plastikflasche verrottet, vergehen nämlich ganze 400 Jahre. Dazu kommt, dass das Plastik im Meer in Mikroplastik zerfällt. Fische fressen diese Ministücke und können daran ersticken. Aber es kann auch passieren, dass sich die Stückchen im Körper der Fische festsetzen und damit wieder bei dir am Mittagstisch landen.

Mehr zum „Great Pacific Garbage Patch“ lernst du in diesem Video:

Videoquelle: Simplicissimus/Youtube.com

Wo Mikroplastik sonst noch vorkommt, erfährst du in diesem ZDF-Logo-Video:

Videoquelle: ZDFtivi/Youtube.com

Tipps, wie man Plastik vermeiden kann, hat die österreichische Umweltschutzorganisation „Global 2000“ unter diesem Link zusammengefasst: Global 2000

Wonne aus der Tonne

Der Salzburger Filmemacher, Koch und Aktivist David Groß hat im Jahr 2012 die Bewegung „Wastecooking“ gegründet. Als Basis für seine schmackhaften Menüs verwendet er dabei Lebensmittel, die in der Mülltonne gelandet sind. Nicht, weil sie verdorben sind, sondern deshalb, weil in den Regalen für neue Lieferungen Platz gemacht werden muss. Der Wastecooker hat seine Erfahrungen auch in einer eigenen TV-Kochshow verpackt und ist obendrein mit seinem „Wastemobil“ durch Europa gereist, um auch in fremde Mülltonnen zu tauchen.

Ziel des „Wastecooking“-Projekts ist es, gegen die Verschwendung anzukochen. Dafür muss man nicht zwingend in Mülltonnen tauchen, wie dieses Video zeigt:

Videoquelle: BMLRT/Youtube.com

Hier findest du nicht nur mehr Infos zum „Wastecooking“-Projekt, sondern auch einige schmackhafte Rezepte zum Nachkochen: Wastecooking

Ohne Verpackung geht’s auch

Wer der Umwelt und damit auch sich selbst einen Gefallen tun will, der muss damit anfangen, umzudenken. Seinen Durst kann man auch mit Wasser aus der wiederverwertbaren Trinkflasche stillen, seine Einkäufe kann man in einem Stoffbeutel oder Einkaufskorb nach Hause bringen. Im Geschäft selber sollte man bewusst zu Waren greifen, die nicht in einer Plastikhülle stecken. Mittlerweile gibt es auch Geschäfte, die ganz ohne Verpackung auskommen. Wer in diesen „Unverpackt“-Laden einkauft, muss selber Behälter mitnehmen, die er dann vor Ort mit Lebensmitteln füllt. Das spart jede Menge Müll, von dem es leider immer noch mehr als genug gibt. Umso wichtiger ist es, ihn richtig zu trennen. Aber manchmal muss man vermeintlichen Müll gar nicht wegwerfen, sondern kann ihn auch „upcyceln“. Aus leeren Blechdosen lassen sich tolle Laternen basteln und ein Tetra Pak kann mit dem nötigen Geschick auch zu einem Geldbörserl werden.

In Wien ist die MA48 für die Müllentsorgung zuständig. Mehr zu ihrer Arbeit erfährst du in diesem Video:

Videoquelle: Stadt Wien/Youtube.com

Anregungen zum Thema „Upcycling“ erhältst du hier: Geolino
Hier erfährst du mehr zu den „Unverpackt“-Läden in Österreich: Zero Waste Austria

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