Wenn die Welt Kopf steht

Das Jahr 2020 wird in die Geschichte gehen: Die Corona-Pandemie hat die Welt ganz schön auf den Kopf gestellt. Und bis sie sich wieder normal(er) dreht, wird wohl leider noch ein wenig Zeit vergehen. Aber unser Planet ist im Laufe der Zeit schon öfter aus den Fugen geraten. Immer wieder haben Naturgewalten für Ausnahmesituationen gesorgt. In unserer ausführlichen Dezember-Themenstrecke findest du spannende und informative Hintergrundgeschichten zu Katastrophen, die auf der Welt ihre Spuren hinterlassen haben und dir auch Stoff für Referate bieten.

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Pompeji wurden vom Ausbruch des Vulkans total überrascht. Alles ging so schnell, dass kaum jemand fliehen konnte. Tausende Menschen verbrannten und wurden mit  Asche  überzogen.  Die  Spuren dieses Unglücks überdauerten die Zeit: Die Asche verhärtete sich zu Stein und es bildeten sich Hohlräume. Darin wurden die menschlichen Körper gefunden.
Die Bewohnerinnen und Bewohner von Pompeji wurden vom Ausbruch des Vulkans total überrascht. Alles ging so schnell, dass kaum jemand fliehen konnte. Tausende Menschen verbrannten und wurden mit Asche überzogen. Die Spuren dieses Unglücks überdauerten die Zeit: Die Asche verhärtete sich zu Stein und es bildeten sich Hohlräume. Darin wurden die menschlichen Körper gefunden. Foto: BlackMac/Shutterstock.com

Pompeji: Nichts als Asche

Bis zum Jahr 79 nach Christus galt die antike Stadt Pompeji am Golf von Neapel als kulturelles und lebendiges Schmuckstück seiner Zeit. Doch am Morgen des 24. August erschütterte ein gewaltiger Knall die Stadt, in der reges Treiben herrschte. Der Vesuv war ausgebrochen: Aus dem Krater des Vulkans schossen schwarze Wolken, während Lava-Fontänen zum Himmel spritzten. Lawinen von Lava und Asche wälzten sich den Berg hinunter und löschten alles Leben in der Stadt aus. Bei der Katastrophe starben tausende Menschen. Die einst blühende Stadt verwandelte sich innerhalb weniger Tage in eine von Asche überzogene Ruine. Die Geschichte Pompejis kennen wir deshalb so gut, weil sie der Gelehrte Plinius der Jüngere beobachtete und für die Nachwelt festhielt. Dazu kommt, dass 1860 Archäologen damit begannen, die Stadt auszugraben. Mittlerweile ist sie ein Touristenmagnet und ein Zeugnis für eine historische Naturkatastrophe, die bis heute spürbar ist.

Link

Du interessierst dich für den Vulkanausbruch in Pompeji? Geolino hat sich das ganz genau angeschaut, und zwar HIER!

Die Gefahr aus dem Meer

Bis zum Jahr 2004 konnte nicht jeder etwas mit dem Begriff „Tsunami“ anfangen. Doch wenige Tage nach Weihnachten häuften sich die Meldungen, dass im Indischen Ozean ein Erdbeben ausgebrochen war, das zu einer gewaltigen Wellenbildung geführt hatte. Diese Tsunami-Wellen donnerten unter anderem in Indonesien, Thailand, Sri Lanka und Indien auf das Festland und machten dort Städte und Dörfer dem Erdboden gleich. Knapp 230 000 Menschen kamen bei dieser schrecklichen Katastrophe ums Leben. Unter den Opfern waren auch viele Touristen, die ihren Weihnachtsurlaub am Meer verbringen wollten. Verbannen kann man diese tödliche Gefahr aus dem Meer nicht. Aber man kann versuchen, die Menschen davor zu warnen und damit vor dem Allerschlimmsten zu schützen.

Mehr zum Tsunami-Frühwarnsystem erfährst du in diesem Video.Videoquelle: RedaktionErde/YouTube.com

Auf dünnem Eis

Die Arktis ist der nördlichste Punkt der Erde. Das Gebiet um den Nordpol ist die Heimat von riesigen Rentierherden, Eisbären mit ihren Jungtieren und Millionen von brütenden Zugvögeln. Dieser außergewöhnliche Lebensraum hat sich bislang weitgehend unbeeinflusst vom Menschen entwickelt. Doch nun sorgt die vom Menschen ausgelöste Klimakrise dafür, dass das ewige Eis zu schmelzen beginnt. Vor allem für die Eisbären kommt das einer Katastrophe gleich. Weil durch die steigenden Temperaturen das Eis im Frühjahr früher schmilzt und im Herbst später friert, können die Tiere nicht mehr wie früher auf dem Packeis auf die Jagd nach Nahrung gehen. Wenn es so weitergeht, könnte es passieren, dass im Jahr 2050 bereits ein Drittel der Eisbären ausgestorben sein wird. Deswegen setzt sich der WWF für den Schutz der Eisbären und für ein internationales Abkommen ein, das den Ausstoß von Treibhausgasen reduziert.

Foto: WWF

Links

Hier siehst du, wie WWF-Wissenschaftlerinnen und -Forscher die Polarbären überwachen. Außerdem kannst du die Route der Eisbären online mitverfolgen: www.wwf.at/eisbaer-tracking
Mehr zum König der Arktis findest du HIER.

Das könnte dich auch interessieren!

Podcast: Was ist Luxus für dich?
Hör hin
Gut durchs Leben
TOPIC Dezember 2020, S. 24, 25

Podcast: Was ist Luxus für dich?

Keep cool ... und mach das eisige Quiz!
Quiz
Überlebensräume
TOPIC Dezember 2020, S. 12, 13

Keep cool ... und mach das eisige Quiz!

Gebt den Kindern das Kommando
Plus
Referatstipp:...
TOPIC November 2020, S. 6, 7

Gebt den Kindern das Kommando