Referatstipps zum Thema "Eiswelten"

Bekommen Pinguine kalte Füße? Wie kann man das Überleben der majestätischen Eisbären sichern? Was ist unter Superkälte zu verstehen? Und warum hat sich König Artus in die Dachstein-Rieseneishöhle verirrt? Diesen und vielen anderen Fragen geht die Jänner-Ausgabe des TOPIC in seiner Themenstrecke „Eiswelten“ auf den Grund. Dort bekommst du auch Einblicke in den kältesten Ort der Welt, in dem es kein fließendes Wasser gibt, dafür aber dauerhaft laufende Motoren. Für dich ist da hoffentlich die eine oder andere Anregung für ein cooles Referat dabei.

Selbst kochendes Wasser friert in Oimjakon sofort.
Selbst kochendes Wasser friert in Oimjakon sofort.Foto: Piu_Piu/Shutterstock.com

Leben unter dem Gefrierpunkt

An frostigen Wintertagen fällt einem das Aufstehen schwer: Doch was sollen die Schulkinder aus dem sibirischen Oimjakon sagen? Am kältesten Ort der Welt wurden schon einmal minus 67,8 Grad gemessen. Brrr. Kältefrei bekommen die Kids übrigens erst dann, wenn das Thermometer frostige minus 54 Grad zeigt. Aber die Menschen hier sind es gewohnt, zu frieren. Schließlich dauert der Winter hier mindestens 8 Monate. Fließendes Wasser kennen die 450 Bewohnerinnen und Bewohner von Oimjakon nicht: Bei den eisigen Rekordtemperaturen gäbe es da nämlich ständig geplatzte Leitungen. Deshalb rollen regelmäßig Lkw an, um die Wassertanks der Häuser zu befüllen oder man nimmt sich Eisblöcke mit nach Hause, die dann geschmolzen werden.

In Oimjakon liegt übrigens ständig Benzingeruch in der frostigen Luft: Wer ein Auto besitzt, muss den Motor von September bis Mai durchgehend laufen lassen, sonst würde dieser nämlich einfrieren. Und was machen die Menschen, die in diesem Kältepol leben, um nicht permanent zu frieren? Sie ziehen mindestens vier Schichten übereinander an und können froh sein, dass sich der Mensch im Laufe seines Lebens an Kälte gewöhnt. In Oimjakon mögen die Menschen den langen Winter angeblich sogar lieber als den kurzen Sommer.

Mehr zum kältesten Ort der Welt findest du unter diesem Link:
at.galileo.tv/natur/kaeltester-ort-der-welt-oimjakon/

Foto: FloridaStock/Shutterstock.com

Schlechtes Klima für Eisbären

In den Polargebieten leben aktuell 20 000 Eisbären, die massiv unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden haben. In ihrer Heimat schmilzt ihnen nämlich das Eis unter den Pfoten weg. Wenn sich nicht bald etwas ändert, dann gehen Forscher*innen davon aus, dass es im Jahr 2050 nur noch knapp 8000 Exemplare der Arktis-Könige gibt. Das dauerhafte Schmelzen der Packeisflächen sorgt gleichzeitig dafür, dass die Eisbären immer weniger Nahrung finden: Sie brauchen nämlich den eisigen Untergrund, um Jagd auf Robben machen zu können und damit ihren Nachwuchs satt zu bekommen.

Übrigens: Auf der Suche nach Nahrung legen die majestätischen Tiere oft tausende Kilometer pro Jahr zurück. Auf ihren Wanderrouten werden die Tiere mit Hilfe von angelegten Peilsendern von Wissenschaftler*innen beobachtet. Der Tiergarten Schönbrunn finanziert den Peilsender des Eisbären-Weibchens „Hope Vienna“.

Unter diesem Link kannst du den Weg von „Hope Vienna“ und anderer Eisbären nachverfolgen.

polarbearsinternational.org/polar-bear-tracker

Mehr zu den Königen der Arkts findest du hier:

www.zdf.de/kinder/logo/eisbaeren-koennten-aussterben-100.html

Foto: sruilk/Shutterstock.com

Moderne Arche Noah

In der norddeutschen Stadt Lübeck wird an der Zukunft gebastelt. Und dafür gesorgt, dass Tiere, die aktuell vom Aussterben bedroht sind, auch in mehr als 100 Jahren noch am Leben sind. Dafür sorgt das wissenschaftliche Projekt „Cryo Brehm“, das nach dem Tierforscher Alfred Brehm benannt ist und auf „Superkälte“ baut. Riesige Stahltanks werden dafür mit flüssigem Stickstoff auf mindestens minus 140 Grad herunter gekühlt: In den Tanks wird das Erbgut von Tieren aufbewahrt, deren Überleben gesichert werden soll. Gelagert wird das Erbgut in Form von lebenden Zellen, die ohne diese „Superkälte“ dem Untergang geweiht wären.

Im Kälte-Archiv von Lübeck lagern Zellen von unzähligen Tierarten, die klingende Namen haben und so vor einem traurigen Schicksal bewahrt werden. Ohne die Kältetanks gäbe es den Doktorfisch, die Plüschkopfente oder die Texas-Klapperschlange bald nämlich nur noch in Biologiebüchern.

Mehr zu dem wissenschaftlichen Projekt findest du hier. Der Text ist allerdings etwas anspruchsvoll.
www.geo.de/geolino/forschung-und-technik/4351-rtkl-cryo-brehm-eine-arche-noah-der-neuzeit

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