Referatstipps zu "Grusel und Horror"

In seiner November-Themenstrecke widmet sich das TOPIC dem Thema „Grusel und Horror“ und nimmt dabei nicht nur blutsaugende Vampire unter die Lupe, sondern widmet sich auch dem wahren Kern von Mary Shelleys berühmtem Schauerroman „Frankenstein“.

Foto: Alexandra Petruk/Shutterstock.com

Genauer ins Visier werden aber auch Fledermäuse genommen, deren Lebensraum zusehends zerstört wird. Das ist gruseliger als die Tatsache, dass sich unter den tierischen Nachtschwärmen tatsächlich auch blutsaugende Exemplare befinden. Die „Horrorstorys“ inspirieren dich hoffentlich zu dem einen oder anderen Referat.

„Angst ist ein schlechter Ratgeber“ lautet ein Sprichwort. Das stimmt auch. Wer voll Angst durchs Leben geht, steht sich oft selbst im Weg. Doch manchmal suchen wir Menschen auch ganz bewusst die Angst – und haben Spaß daran, uns ein wenig zu gruseln. Der Auslöser für den wohl berühmtesten Schauerroman der Welt begann auch mit dem Wunsch, sich zu unterhalten. Im Sommer 1816 war das nämlich gar nicht so einfach. Nach einem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Sumbawa lagen Asche und Schwefel in der Luft, von der Sonne fehlte jede Spur. In diesem dunkelgrauen Sommer lud der britische Dichter Lord Byron schreibende Freundinnen und Freunde zu sich an den Genfer See ein, um sich die Zeit mit dem Erfinden von Gruselgeschichten zu vertreiben.
Unter den Gästen befand sich auch die junge Schriftstellerin Mary Godwin, die kurz darauf den Schriftstellerkollegen Percy Shelley heiratete und als Mary Shelley Literaturgeschichte schrieb. Am Genfer See kam ihr nämlich die Idee zu dem Schauerroman „Frankenstein“, der uns bis heute Schauer über den Rücken jagt. Erzählt wird die Geschichte des größenwahnsinnigen Forschers Viktor Frankenstein, der aus Leichenteilen einen künstlichen Menschen zusammenzimmert. Anfänglich ist das monströs aussehende Wesen noch sehr nett, doch als ihn sein Schöpfer verstößt, beginnt er auf blutrünstige Weise Rache zu üben.

Der Roman „Frankenstein“ wurde zum Bestseller und ist auch mehrmals verfilmt worden. Auch auf der Theater- und Opernbühne ist der schaurige Stoff gelandet. Spannend ist aber auch die Geschichte von „Frankenstein“-Schöpferin Mary Shelley, der nun eine Graphic Novel gewidmet wurde.

Wahrer Kern

Die schaurige Geschichte spiegelt aber auch Mary Shelleys Interesse an den wissenschaftlichen Erkenntnissen der damaligen Zeit wider. Viele Wissenschaftler experimentierten damals mit Strom und entdeckten dabei, dass Muskeln auf Elektrizität reagieren. Bei den Experimenten kamen nicht nur tote Tiere, sondern auch menschliche Leichen zum Einsatz. So versetzte der Italiener Giovanni Aldini dem Leichnam eines hingerichteten Mörders so starke Stromstöße, dass der Tote zu zucken begann und die Zuschauer vor Angst erstarrten.

Die Idee zu diesen spannungsgeladenen Versuchen hatte Aldini von seinem Onkel Luigi Galvani übernommen, der davon überzeugt war, dass elektrische Energie tote Lebewesen wieder zum Leben erweckt. Er hat auch den Begriff „Galvanisierung“ geprägt. Mary Shelleys Ehemann Percy war von Galvanis Experimenten fasziniert. Gut möglich, dass er auch seiner Frau davon erzählt hat und das vielleicht der Anstoß für „Frankenstein“ war.

Geschichte mit Biss

In der millionenfach verkauften und erfolgreich verfilmten Roman-Reihe „Twilight“ verliebt sich die Teenagerin Bella in den feschen Vampir Edward. Diese romantische Geschichte hat Biss und hat es auch geschafft, untote Blutsauger in ein neues Licht zu stellen. Von jeher hatten Menschen nämlich unbändige Angst vor der Vorstellung, dass Untote aus ihren Gräbern steigen und unter den Lebenden für Unheil sorgen. Im 18. Jahrhundert herrschte sogar eine regelrechte Vampirhysterie! Oft wurden Gräber geöffnet und Leichen gepfählt. Regentin Maria Theresia versuchte diesem Aberglauben ein Ende zu setzen und ließ das Öffnen von Gräbern per Strafe verbieten.

Doch der Faszination an Vampiren konnte sie damit kein Ende setzen. In der Literatur starteten die Vampire mit dem 1897 erschienenen Schauerroman „Dracula“ des irischen Schriftstellers Bram Stoker so richtig durch. Inspiriert wurde der Roman von den Gräueltaten des rumänischen Fürsten Vlad III. Mehr zu ihm erfährst du hier:

www.youtube.com/watch?v=eedvqNXJj-k

Foto: Rudmer Zwerver/Shutterstock.com

Faszinierende Nachtschwärmer

Auch im Tierreich gibt es Vampire, die sich von Blut ernähren. Die Rede ist von Vampirfledermäusen, die sich mit ihren messerscharfen Zähnen das Blut ihrer schlafenden Opfer – meist sind das Pferde, Ziegen oder Rinder – einverleiben. Doch keine Angst: Vampirfledermäuse gibt es nur in Mittel- und Südamerika. Die Fledermäuse, die bei uns vorkommen, sind völlig harmlos und höchst faszinierende Säugetiere. Schließlich können sie mit den Ohren sehen und stoßen Laute aus, die für das menschliche Ohr nicht zu hören sind. Am wohlsten fühlen sich Fledermäuse in Felsspalten, Baumhöhlen oder alten Dachböden, wo sie sich in Ritzen einnisten. Doch wegen der modernen Bauweise von Häusern fällt es ihnen immer schwerer, geeignete Unterschlüpfe zu finden. Dazu kommt, dass es durch den Einsatz von Pestiziden und die Verbauung von Grünflächen immer weniger Insekten gibt und den Fledermäusen damit die Nahrung ausgeht.

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