Referatstipps: Wie Werbung wirkt

Kunterbunt. Laut. Auffällig. Immer da. Werbebotschaften begleiten uns auf Schritt und Tritt. Manchmal schleichen sich die Slogans aber auch still und leise in unser Unterbewusstsein und verführen uns zum Kauf von Produkten, die wir ohne Werbung womöglich sogar übersehen hätten. Das TOPIC widmet sich in seiner aktuellen Themenstrecke „Kauf mich – Wie Werbung merkt“ den Mechanismen dieses Geschäftszweigs. Rund um das Thema Werbung findest du sicher auch Inspiration für ein spannendes Referatsthema.

Foto: Antonio Guillem/Shutterstock.com

Klaus ist überzeugt, dass man dem Einfluss von Werbung schwer ausstellen kann. Schließlich sind wir in unserem Alltag ja ständig von allen erdenklichen Werbebotschaften umgeben. Klaus glaubt aber auch, dass es wichtig ist, nicht auf die Tricks der Werber hereinzufallen, sondern die Inhalte von Botschaften auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Miriam fühlt sich von Werbung genervt. Ihr wäre am liebsten, dass Serien und Filme nicht dauernd an den spannendsten Stellen von Spots unterbrochen würden. Was Influencer und Tik-Tok-Stars anpreisen, ist ihr egal – lieber greift sie zu Waren, die in Aktion sind. Wie ist das in deiner Klasse? Wer lässt sich wie von Werbung beeinflussen. Mach doch einmal eine Umfrage unter deinen Klassenkameraden. Im Vorfeld könntest du ja einen Fragebogen zusammenstellen, den du dann für ein Referat auswerten könntest.

Diese Videos helfen dir beim Erstellen der Fragen vielleicht weiter.

www.zdf.de/kinder/

www.youtube.com/watch?v=kewVmK6cKV0

Foto: McLittle Stock/Shutterstock.com

Jugendliche zählen auf Ehrlichkeit

Das Jugendmarktforschungsinstitut „iconkids & youth“ beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen und untersucht auch, inwiefern sich versteckte und perfekte Werbebotschaften darauf auswirken. Im TOPIC-Interview erzählt Ingo Barlovic von „iconkids & youth“, dass junge Menschen bewiesenermaßen das Interesse an einem Produkt verlieren, wenn dieses nicht hält, was es verspricht. Ist das bei dir auch so? Außerdem betont er, dass Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren viel schwerer über Werbung zu erreichen sind, die im herkömmlichen Fernsehen läuft, da dieses Medium für diese Altersklasse nicht mehr interessant ist. Erkennst du dich hier wieder? Gehen TV-Spots auch an dir vorbei? Aber wo begegnet dir Werbung dann? Im Internet? In der Zeitung? In Form von Postern bei Bushaltestellen? Beobachte doch ein paar Tage lang, wo und wie dich Werbebotschaften erreichen. Für dein Referat könntest du aber auch Werbungen miteinander vergleichen: Welcher Slogan, welche Kampagne findest du aus welchen Gründen gelungen. Und welche Werbung ist in deinen Augen total in die Hose gegangen?

Dieser Text vom ARD-Bildungskanal „alpha“, in den etliche YouTube-Spots eingewoben sind, hilft dir bei deinen Recherchen sicher weiter. Zu deiner Information: Einige Videos haben eine Altersbeschränkung und sind für dich daher nicht zu sehen.

www.br.de/fernsehen/ard-alpha/sendungen/

Auf die Reichweite kommt es an

Bist du manchmal neidisch auf Influencer*innen, die den lieben langen Tag nichts anderes zu tun haben, als in die Kamera zu lächeln, irgendwelche Produkte cool zu finden und damit ihren Lebensunterhalt verdienen? Aber so leicht ist dieses Geld offenbar gar nicht verdient. Um als Influencer*in Erfolg zu haben, muss man nämlich ständig kreativen Content liefern, der ganz schön viel Zeitaufwand kostet. Nur so werden Werbepartner auf einen aufmerksam, nur so kann man seine Reichweite so weit nach oben schrauben, dass man mit seinen Posts auch tatsächlich Geld machen kann. Den Begriff „Influencer“ gibt es in der aktuellen Bedeutung noch gar nicht so lange: Der Psychologe und Wirtschaftswissenschaftler Robert Cialdini hat ihn in seinem 2001 erschienenen Bestseller „Influence: Science and Practice“ (Einfluss: Wissenschaft und Praxis) erstmals verwendet.

Doch schon lange bevor es den Begriff gab, gab es bereits InfluencerInnen. Als erste ihrer Zunft gilt die US-Amerikanerin Margaret Ludlow Thaw genannt Peggy. Sie war in den 1930er-Jahren das, was heute eine Kim Kardashian ist: Rund um die Uhr gierig nach medialer Beachtung. Peggy war die Ehefrau des Millionärs Lawrence Thaw. Gemeinsam führten sie als „Peggy und Larry“ ein Leben im Rampenlicht und ließen sich so oft es ging bei ihren ausschweifenden Aktivitäten fotografieren und filmen. Peggy war eine geborene Selbstdarstellerin und auch eine kluge Geschäftsfrau. Sie schaffte es, durch ihre ständige Präsenz Werbedeals an Land zu ziehen und wurde ununterbrochen auf Partys, Bälle und Filmpremieren eingeladen. Eine echte Influencerin eben!

Mehr zu Peggy Thaw erfährst du in diesen Artikeln. Achtung: Die Texte sind recht anspruchsvoll geschrieben.

www.spiegel.de/geschichte/

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/

Hier findest du noch einen leichter lesbaren Text zum Thema Influencer:

www.kindersache.de/bereiche/wissen/medien/

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