
NEWS – November 2026
Die Midterms in den USA
Am 3. November 2026 fanden in den USA wichtige Wahlen statt, bei denen die Demokraten besonders viele Stimmen bekommen haben. Für US-Präsident Donald Trump und seine Republikaner ist das ein großer Rückschlag.

Was sind die Midterms?
Die sogenannten Midterms oder Zwischenwahlen finden zwei Jahre nach einer Präsidentenwahl statt – also in der Mitte der vierjährigen Amtszeit des US-Präsidenten.
Dabei werden alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses und rund ein Drittel der 100 Mitglieder des Senats neu gewählt. Diese beiden Kammern bilden gemeinsam das US-Parlament, den sogenannten Kongress. Der Kongress hat wichtige Aufgaben: Er beschließt Gesetze, entscheidet mit, wofür der Staat Geld ausgibt, und kontrolliert die Arbeit des Präsidenten. Für viele seiner politischen Pläne braucht der Präsident deshalb die Zustimmung des Kongresses.
Außerdem wurden am 3. November 2026 in 36 US-Bundesstaaten neue Gouverneurinnen und Gouverneure gewählt. Sie haben eine ähnliche Aufgabe wie die Landeshauptleute in Österreich: Sie stehen an der Spitze der Regierung eines Bundesstaates.
Jetzt seid ihr dran!
Rechercheauftrag: USA und Österreich im Vergleich
Bildet ein Zweiterteam und recherchiert im Internet. Beantwortet folgende Fragen:
- Aus welchen zwei Kammern besteht der US-Kongress? Wie heißen die beiden Kammern des österreichischen Parlaments?
- Wie viele Mitglieder haben die beiden Kammern jeweils in den USA und in Österreich?
- Wie oft werden die Abgeordneten des US-Repräsentantenhauses und des österreichischen Nationalrats gewählt?
Wie sind die Midterms 2026 ausgegangen?
In den USA gibt es zwei große Parteien: die Republikaner, zu denen Donald Trump gehört, und die Demokraten.
Die Demokraten haben bei den Midterms 2026 deutlich gewonnen. Sie konnten sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus die Mehrheit erobern. Das bedeutet, dass sie in beiden Kammern mehr als die Hälfte der Sitze haben. Vor der Wahl hatten dort die Republikaner die Mehrheit. Besonders überraschend waren die Erfolge der Demokraten in Bundesstaaten wie Texas und Kansas, in denen sonst häufig die Republikaner vorne liegen.
Viele Menschen in den USA sind mit der Politik von US-Präsident Donald Trump unzufrieden. Besonders die hohen Preise für Lebensmittel, Wohnen und Treibstoff machen ihnen Sorgen. Gleichzeitig ist Trumps eigenes Vermögen seit seinem Amtsantritt stark gewachsen. Außerdem hatte Trump vor seiner Wahl versprochen, die USA aus Kriegen herauszuhalten. Stattdessen begann unter seiner Führung ein neuer Krieg mit dem Iran.
Auch Trumps hartes Vorgehen gegen Migrant*innen, also Menschen, die aus anderen Ländern in die USA gekommen sind, lehnen viele Menschen ab. Diese Themen trugen dazu bei, dass eine Mehrheit der Wähler*innen diesmal für die Demokraten gestimmt hat.

Was bedeutet das für Donald Trump?
Donald Trump bleibt weiterhin Präsident der USA. Allerdings wird es für ihn künftig schwieriger, seine politischen Pläne umzusetzen. Denn für viele neue Gesetze braucht er die Zustimmung des Kongresses. Da die Demokraten dort künftig die Mehrheit haben, können sie Vorhaben von Trump blockieren. Außerdem können sie die Regierung stärker kontrollieren und untersuchen, ob Trump und seine Mitarbeiter*innen ihre Macht missbrauchen.
Umgekehrt kann aber auch Trump neue Gesetze der Demokraten verhindern. Dafür hat er ein sogenanntes Vetorecht. Das bedeutet, dass er ein Gesetz ablehnen kann, obwohl der Kongress es bereits beschlossen hat. Nur wenn mindestens zwei Drittel der Mitglieder in beiden Kammern trotzdem dafür stimmen, kann das Gesetz in Kraft treten.
Trump kann aber auch ohne Zustimmung des Kongresses bestimmte Entscheidungen treffen. Dafür kann er sogenannte Dekrete erlassen, die in den USA „Executive Orders“ heißen. Mit solchen Dekreten kann er staatlichen Behörden Anweisungen geben. Von dieser Möglichkeit hat Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit häufig Gebrauch gemacht. So ordnete er etwa an, dass staatliche Behörden Programme zur Förderung von Vielfalt und Gleichberechtigung beenden sollen. Allerdings dürfen seine Dekrete nicht gegen bestehende Gesetze verstoßen. Gerichte können sie deshalb auch stoppen.
Diskutiert in der Klasse:
Wie viel Macht sollte ein Präsident haben?
Diskutiert zu zweit: Der US-Präsident kann mit Dekreten bestimmte Entscheidungen treffen, ohne dass der Kongress zustimmen muss. Welche Vorteile hat das? Welche Gefahren entstehen, wenn ein Präsident zu viel Macht hat?
Sammelt eure Argumente und vergleicht sie in der Klasse.


